Medienrechtliches Symposium November 2012 - Probleme gesamtdeutscher Aufarbeitung am Beispiel der Aufarbeitung von Doping in Westdeutschland Drucken

Probleme gesamtdeutscher Aufarbeitung am Beispiel der Aufarbeitung von Doping in Westdeutschland

Über die unveränderte Notwendigkeit der Aufarbeitung der dunklen Seiten des SED-Regimes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik gerade für unsere heutige Gesellschaft besteht jedenfalls offiziell Einigkeit in den gesellschaftlich relevanten Kreisen unseres Landes. Diese Einigkeit wird allerdings brüchig, wenn man auf Tätigkeiten und/oder Einfluߟnahmen des MfS in Westdeutschland zu sprechen kommt. Ähnlichen Abwehrmechanismen wie bei Ewiggestrigen in Ostdeutschland begegnet man, wenn Schattenseiten westdeutscher Entwicklungen zur Sprache kommen. Aufarbeitung kann aber nur dann glaubwürdig sein und gesellschaftlich allgemein akzeptiert werden, wenn sie ohne Ost/West-Brille erfolgt.

Die Arbeitsgruppe Aufarbeitung und Recht veranstaltete deshalb mit Unterstützung der Märkischen Oderzeitung am Donnerstag, dem 8. November 2012, von 13.00 bis 17.00 Uhr im Senatssaal der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) ein wissenschaftliches Symposium zum Thema "Probleme gesamtdeutscher Aufarbeitung am Beispiel der Aufarbeitung von Doping in Westdeutschland".

Auf der Tagung wurden der Öffentlichkeit erstmals zahlreiche Merkwürdigkeiten in diesem Zusammenhang vorgestellt und daraus folgende Fragen an die Verantwortlichen gestellt, wie ernst sie es mit der glaubwürdigen Aufarbeitung von Doping im westdeutschen Sport und daraus für den gesamtdeutschen Sport heute zu ziehenden Schlüssen halten.

Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm und dem Presseecho.

Einzelheiten zum Fortgang der Auseinandersetzung um den zunächst zurückgehaltenen Abschlussbericht können Sie unter anderem dem Ärzteblatt vom 5. August 2013 entnehmen.